Vor etwa 13.000 Jahren wurde der Wolf erstmals zum Hund domestiziert, gefolgt von der Domestizierung von Schafen, Ziegen, Rindern, Pferden und Kamelen. Die Domestizierung dieser Wildtiere ist eines der größten Ereignisse in der Menschheitsgeschichte. Entgegen der landläufigen Meinung zeigen neuere Forschungen, dass die Domestizierung von Wildtieren kein einseitiger Prozess war, der vom Menschen ausging, sondern das Ergebnis gegenseitiger Kooperation zwischen Mensch und Tier. Das heißt, der Mensch erhielt Nahrung, Kleidung und Arbeitskraft von den Nutztieren, während die Nutztiere Schutz vor Raubtieren und eine stabile Nahrungsquelle vom Menschen erhielten. Die Dokumentation "Vieh" (4 Teile) untersucht die Beziehung zwischen Mensch und Vieh aus dieser Perspektive der gegenseitigen Abhängigkeit und bietet Einblicke in die ideale Beziehung zwischen Mensch und Vieh sowie in die Art und Weise, wie wir Nutztiere betrachten sollten.