Wer das Meer beherrscht, wird das Imperium beherrschen. Ganz im Sinne Ciceros träumte der Seehandelskönig Jang Bogo schon vor tausend Jahren von einem großen maritimen Reich. Er erschloss weit entfernte Seewege, die bis zur Tang-Dynastie, nach Japan und sogar bis nach Arabien reichten, und baute Cheonghaejin zum Zentrum des nordostasiatischen Handels aus. Damit war er ein Weltbürger und Visionär, der als Einziger in unserer Geschichte die Meere ohne Grenzen regierte. Kim Bu-sik, der das 'Samguk Sagi' verfasste, beschrieb Jang Bogo jedoch als Verräter, der einen Umsturz plante, und im 'Samguk Yusa' heißt es, er sei ein 'sehr einfacher Inselbewohner gewesen, der wegen seiner Aufstandspläne vom tapferen Yeom Jang auf Befehl des Königs getötet wurde'. Natürlich wird Geschichte von den Siegern geschrieben, doch Jang Bogo lediglich als niederträchtigen Verräter und historischen Verlierer darzustellen, ist eine einseitige Geschichtsschreibung. Dieses Drama möchte diese verzerrte Wahrnehmung überwinden und durch die dramatische Darstellung des bewegten Lebens von Jang Bogo, der das Scheitern nicht kannte, der jungen Generation, die die Zukunft Nordostasiens im 21. Jahrhundert gestalten wird, den Mut zur Herausforderung und Hoffnung für das Unbekannte vermitteln.