In Korea kann die Hausfrau, wenn in ihrem Haushalt etwas schiefgeht, eine Schamanin konsultieren, um festzustellen, ob das Problem von einem zornigen Gott oder Vorfahren verursacht wird. Der Beruf der Schamanin wird von Frauen dominiert und genießt in der heutigen koreanischen Gesellschaft einen zwiespältigen Ruf. Einerseits werden Schamaninnen als liederliche Frauen angesehen, die den Aberglauben fördern; andererseits werden sie als Bewahrerinnen der religiösen Ideale der Vergangenheit betrachtet. Der Film begleitet die Prüfungen einer Frau von dem Moment an, als sie sich dazu bestimmt fühlte, Schamanin zu werden, bis zu ihrer zweitägigen Initiationszeremonie. Die emotionale Wirkung der Zeremonie, die durchgehend spürbar ist, erreicht ihren Höhepunkt während des Rituals des 'Messerritt-Generals', bei dem die Initiandin barfuß auf Messerklingen steht, um die Geister zu empfangen und in ihren Stimmen zu sprechen.