Selten gibt es Filme, die ihr Werk so direkt und lebendig erklären können wie die von Kim Gok und Kim Seon. In einem Pseudo-Dokumentarfilm-Format erzählt der Film die Geschichte zweier Schauspieler, die in einem Film eines exzentrischen linken Regisseurs mitspielen. Kim Gok und Kim Seon spielen diese beiden Schauspieler selbst. Sie streiten sich über die unverständlichen Forderungen des Regisseurs, aber die Forderungen des Regisseurs nach ihren skurrilen Handlungen gehen weiter. Sie stellen Molotowcocktails aus Coca-Cola-Flaschen her und ziehen dann durch die Straßen, wobei sie provokante Schilder mit der Aufschrift „Schließung des Kapitalismus“ in leuchtend roten Buchstaben tragen. Von Einsatzorten der Bereitschaftspolizei über U-Bahn-Stationen bis hin zu antikommunistischen Kundgebungen rechter konservativer Kräfte inszenieren sie überraschende Guerilla-Demonstrationen vor dem Hintergrund einer Realität, die Nachrichtenbildern ähnelt. Alles, was sie tun, ist jedoch, einmal ein Schild hochzuhalten und dann eifrig wegzulaufen. Ihre Handlungen sind eher lächerlich und unbeholfen als entschlossen und ernst. Die Tatsache, dass sie in die Realität eintreten und unbeholfene Posen einnehmen, lässt die Absicht der Regisseure erkennen, die widersprüchliche Realität durch Spott und Karikatur zu überwinden. (Lee Myung-in) [Jeonju International Film Festival]