Ein Mann und eine Frau mit gewöhnlichem Aussehen, eine Gasse in einem typischen Wohnviertel und nur eine Ameise reichen aus, um eine geheimnisvolle, unendliche Welt zu erschaffen. Das ist das außergewöhnliche Merkmal der Filme von Regisseur Park Hong-min und der Reiz seines neuen Werks „Jenseits von dir“. Überlagernde Falten von Erinnerung und Zeit sorgen für unvorhersehbare Spannung, die sich immer wieder entfaltet und zusammenlegt. Die Magie beginnt etwa 50 Minuten nach Beginn des Films richtig. Bis dahin baut der Film methodisch die Grundlage für die kommenden bizarren Ereignisse auf. Der Regisseur Kyung-ho hatte eine erste Liebe namens In-sook. Eines Tages, viele Jahre später, besucht In-sooks erwachsene Tochter Kyung-ho und fragt ihn, ob er ihr leiblicher Vater sei. Dies mag wie eine typische Situation für ein vertrautes Melodram erscheinen, doch nun nimmt der Film diese Charaktere mit sich und dringt in ihre und unsere Gehirne ein, um ein erstaunliches Labyrinth zu erschaffen.