Von 1950 bis 1953 führte der Koreakrieg zur Entstehung von 100.000 Kriegswaisen im Norden und Süden. In einer Zeit, in der es nicht einmal die Fähigkeit gab, die Wunden des Krieges zu heilen, gingen der Norden und der Süden auf unterschiedliche Weise mit dem Problem der Kriegswaisen um. Während südkoreanische Kriegswaisen durch „Auslandsadoption“ nach Europa und Amerika umsiedelten, wurden nordkoreanische Kriegswaisen in mehreren osteuropäischen Ländern dezentral untergebracht. Dies wurde als lokale „Gastschulung“ bezeichnet. Infolgedessen lebten 5.000 bis 10.000 nordkoreanische Kriegswaisen zehn Jahre lang an fremden Orten in Osteuropa wie Polen, Rumänien, Bulgarien, Tschechien und Ungarn. Diese Geschichte ist eine Aufzeichnung ihres verborgenen Lebens.