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Untergrund (2021)

In der U-Bahn, die den Tag der Stadt eröffnet und schließt, arbeiten Arbeiter, deren Arbeit wir nicht sehen. Vom Lokführer, der um 4 Uhr morgens das Wachzimmer verlässt, über das Personal im Kontrollraum vor unzähligen Monitoren, die Mitarbeiter, die das Innere der Züge warten, die Damen, die die Stationen reinigen, die Mechaniker, die die Züge polieren, festziehen, zerlegen und wieder zusammensetzen, bis hin zu den Mitarbeitern, die die Gleise reparieren und inspizieren. "Untergrund" schildert ihre Arbeit mit respektvollem Blick, behandelt sie aber nicht gleich. Dass bestimmte Arbeiten besonders viel Zeit in Anspruch nehmen, liegt an der Diskriminierung und Hierarchie in ihrer Arbeit. Zum Beispiel werden die Arbeitsbedingungen, die schlechter, härter und gefährlicher sind, oft von befristet Angestellten übernommen, was das sogenannte „Outsourcing des Todes“ (oder die Befristung) darstellt. Regisseur Kim Jeong-geun, der in „Nimm den Bus“ und „Insel der Schatten“ die Arbeiterbewegung bei Han Jin Heavy Industries thematisierte, richtet seinen Blick diesmal auf die befristet Angestellten der U-Bahn Busan. Dieser Film, der wenig spricht und lange beobachtet, spricht uns mit einer vorsichtigen und bedachten Haltung an. Unter dem „Untergrund“ gibt es einen weiteren „Untergrund“.