Orte, die als öffentliche Kinos fungierten und gleichzeitig als „Cruising Spots“ für männliche sexuelle Minderheiten genutzt wurden, entstanden in den 60er bis 90er Jahren rund um das Pagoda-Kino, das Gukdong-Kino und das Seongdong-Kino in Seoul und breiteten sich landesweit aus. Inzwischen hat sich Korea durch technologische Fortschritte schrittweise in eine virtualisierte Netzwerkgesellschaft verwandelt, und das Aufkommen von Internet und Anwendungen hat männlichen sexuellen Minderheiten persönlichere und anonymere Wege eröffnet, um andere sexuelle Minderheiten zu treffen als zuvor. Die Hauptbühne des Cruisings hat sich von physischen Räumen in virtuelle Felder verlagert, und die einstigen Cruising Spots scheinen nun nicht mehr zeitgemäß zu sein.