Vor zehn Jahren traf ich, der ich glaubte, die Welt mit Bildern verändern zu können, auf Baekja, der versuchte, die Welt mit Liedern an den Kampfschauplätzen zu verändern. Was ist nach zehn Jahren von uns geblieben, die wir mit Kameras und Liedern die Kampfschauplätze durchstreiften und uns eine Weltveränderung erträumten? Die Stimme des Regisseurs repräsentiert den Grund für die Entstehung dieses Werkes. Dieses Werk schildert die Veränderungen in der Volksbewegung Koreas über zehn Jahre hinweg am Beispiel des Volksliedsängers Baekja. Baekja, der in den 90er Jahren als Singer-Songwriter von Volksliedern Berühmtheit erlangte, zog einst durch das ganze Land und befeuerte mit seinen Liedern die Kampfschauplätze, doch heute sucht er nach Orten, an denen er seine selbst komponierten Lieder aufführen kann. Mit 40 Jahren veröffentlicht er sein erstes Soloalbum. Der Film behandelt die Leidenschaft, die Frustration und die Hoffnung eines Einzelnen namens Baekja, der einen geradlinigen Weg gegangen ist, doch seine Geschichte ist auch das Selbstporträt der gesamten 386-Generation, die von Veränderung träumte. Man könnte sagen, es ist eine Rekonstruktion der öffentlichen Geschichte auf private Weise. Oder vielleicht eine Rückführung der privaten Geschichte in die öffentliche Geschichte. Der Film weckt bei denen, die die gleiche Zeit erlebten, manchmal Mitgefühl, manchmal Bedauern, manchmal kleine Hoffnung und manchmal Wehmut.