Gilsun und Gam treffen einen Mönch, dem nur Haarsamen auf den Kopf gepflanzt wurden! Für Gam, das Mädchen mit geschlossenen Augen, und den fünfjährigen Gilsun sind sie füreinander die ganze Welt. Gilsuns lebenslanger Wunsch ist es, seine Mutter einmal in seinem Leben zu haben. Die beiden begeben sich auf eine Reise, um ihre Mutter zu finden, deren Aufenthaltsort unbekannt ist. Und als der kalte Winter gerade beginnen will, treffen sie in einem Dorf auf den Mönch Seoljeong, dem ebenfalls nur Haarsamen auf den Kopf gepflanzt wurden. Der unruhestiftende Gilsun bringt den friedlichen Tempel durcheinander! „Dein Name ist Mönch? Was für ein lustiger Name!“ Die beiden Kinder beginnen ihr Leben im Tempel und nennen den Mönch „Onkel Mönch“. Gilsun, dessen Reinheit und Lebhaftigkeit die Grenzen überschreiten und sogar bizarr werden, bringt den friedlichen Tempel im Handumdrehen durcheinander. Er nässt sein Bett alle drei Tage, treibt Wildvögel alle zwei Tage in den stillen Meditationsraum und lässt mitten in einer Zeremonie einen lauten Furz los oder stiehlt alle Sandalen der Mönche während der Zeremonie, um sie an einen Baum zu hängen. Der einst stille Tempel, in dem nur das Geräusch des Windes und das Läuten von Windspielen zu hören waren, ist plötzlich voller Gilsuns Lebendigkeit. Wenn ich ihn von ganzem Herzen rufe… dann wird meine Mutter kommen, oder? Doch selbst Gilsun, der wie die reine Freude selbst erscheint, hat einen traurigen Wunsch, den er nicht nach außen zeigen kann. Einmal eine Mutter zu haben. Laut und von ganzem Herzen „Mama…“ zu rufen. Gilsun beschließt, dem Mönch Seoljeong zu folgen und den ganzen Winter über in einer kleinen Einsiedelei zu studieren, um die Augen des Herzens zu öffnen. Kann er seine Mutter wirklich sehen, wenn er die Augen des Herzens öffnet? Wird seine Mutter zu ihm kommen, wenn er sie von ganzem Herzen ruft? Eines Nachts, als der Mönch Seoljeong ins Dorf hinabsteigt und Gilsun allein in der Einsiedelei zurückbleibt. In einer Nacht, in der ein weißer Schneesturm die gesamte Berglandschaft und die Einsiedelei bedeckt. Gilsun, der allein in der Einsiedelei schläft, spürt eine Hand, die ihn umarmt und sanft tätschelt. Ist diese Wärme… die Umarmung seiner Mutter? Kann er seine Mutter sehen, wenn er jetzt die Augen öffnet?