Im Jahr 88 fanden in Korea die Olympischen Spiele statt. Die Medien berichteten überschwänglich über dieses historische Ereignis, und die Bevölkerung war aufgeregt. Doch am Rande davon gab es unsere verdrängten Nachbarn. Das Projekt zur Sanierung von Elendsvierteln, das unter dem Gesichtspunkt der „städtischen Ästhetik“ (?) durchgeführt wurde, zielte darauf ab, den ausländischen Besuchern nicht das arme Gesicht Seouls zu zeigen. Aus diesem Grund wurden die Bewohner von Sanggye-dong und die Mieter von rund 200 anderen Elendsvierteln in Seoul ohne jegliche Vorkehrungen aus ihren Häusern vertrieben, in denen sie jahrzehntelang gelebt hatten. Die Bewohner forderten die Garantie eines minimalen Lebensraums, doch die Regierung setzte Abrissbanden, Bulldozer und Kampftruppen ein, um sie rücksichtslos festzunehmen und ihre Häuser abzureißen. Viele Menschen wurden verletzt und starben, doch es war eine Zeit der Diktatur, in der selbst die Medien schwiegen.