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Blatt (2001)

Das Wohnviertel Changsin-dong, auch 'Dal-dongne' genannt. Zwischen den düsteren Gassen stehen vereinzelt Strommasten. Ein Mann klettert auf einen Strommast. Kim Min-gyu. Nach seiner Entlassung aus dem Gefängnis arbeitet er unter der Aufsicht eines Bewährungshelfers als Elektriker und bringt Licht in die Welt. Sein einziger Trost ist seine eigene Welt: auf einen Strommast zu klettern und den Namsan Tower aus Seife zu schnitzen. Eines Tages dringt jemand in seine Welt ein. Ein kleiner Flyer, der nach jemandem sucht, beginnt, an den Strommasten geklebt zu werden. Min-gyu reißt ihn mit einer hartnäckigen Marotte immer wieder ab, doch dort ist eine Frau, die mit noch größerer Hartnäckigkeit den Flyer wieder anbringt, wo er abgerissen wurde, und dann weggeht. Jeong Da-hye. Eine Frau, die außer der Suche nach ihrem seit der Kindheit verlorenen Bruder keine besonderen Freuden hat. Sie lebt nach ihrem eigenen Willen und gibt das verdiente Geld aus, so viel sie will. Sie leidet jedoch an einer degenerativen Augenerkrankung, die über die normale Sehkraft hinausgeht, und verliert allmählich ihr Augenlicht. Die beiden tauschen langsame Mitteilungen aus, getrennt durch den Flyer. Min-gyu lädt Da-hye in seine Welt auf dem Strommast ein, und sie entdecken ihre gemeinsamen Schmerzen.