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Kim Ki-youngs Fragmente (2026)

Am 17. Juni 2025 findet in einem Bestattungsinstitut in Daegu die Beerdigung eines mittellosen Verstorbenen statt. Das Institut ist bis zum Bersten mit Menschen gefüllt. Der Verstorbene ist Kim Ki-young, geboren 1973, und der Trauernde ist das „Komitee zur Bekämpfung von Menschenrechtsverletzungen und Korruption im städtischen Hoffnungshaus Daegu“. Die erste Aufzeichnung über Ki-young stammt vom 1. Juni 1994. Das städtische Hoffnungshaus Daegu legte sein Geburtsdatum auf den „1. Juni 1973“ fest. Er war ein unbekannter, behinderter Mann, dessen wahrer Name und Geburtsdatum unbekannt waren und der durch Straßenrazzien in die Einrichtung gebracht wurde. Gefunden in vergilbter, schmutziger Kleidung und mit schwarzen Hämatomen am ganzen Körper, lebte er 26 Jahre im Hoffnungshaus, nach 20 verlorenen Jahren. Am 27. März 2019 setzte er seinem langen Aufenthalt im Heim ein Ende und zog aus. Sein gesamter Besitz bestand aus einer einzigen Kiste. Er begann ein 1,5-jähriges Leben in einem Wohnheim für Selbstständige, doch bei der ersten Gesundheitsuntersuchung wurde Magenkrebs diagnostiziert. Nach der Behandlung folgte eine Lungenentzündung, die ihn erneut in ein Pflegeheim brachte. Nachdem er dort vier Jahre verbracht hatte, verstarb er.