Elke Marhöfers beobachtender Essay nimmt seinen Titel von einem koreanischen Pansori-Lied. Als eines von drei im Film aufgeführten musikalischen Zwischenspielen erzählt dieses Lied die Geschichte einer Schildkröte, die in einem vergeblichen Kreis der Ausweichmanöver mit einem hungrigen Tiger gefangen ist. Marhöfers Film befasst sich mit den formalen Attributen der Pansori-Musik – ihren Traditionen des Geschichtenerzählens und der Übertragung von alternativem Wissen. Der Film reist durch Naturlandschaften, Straßen kleiner Städte, bewaldete Berge und belebte Schifffahrtswege, während er die Kluft zwischen Tradition und Moderne betrachtet. Dieser in 16mm gedrehte, gemessene und lyrische Film ist eine Erkundung der Grenzen zwischen Menschen, Tieren und Dingen.