Die Insel Jeju, 270 km südlich der koreanischen Halbinsel gelegen. Auf dieser kleinen Insel, die aus 365 Nebenkratern rund um den Hallasan besteht, ereignete sich das größte tragische Massaker der modernen koreanischen Geschichte. Dieses Massaker begann am 1. März 1947 unter der US-Militärverwaltung und dauerte 6 Jahre und 6 Monate, wobei mindestens 30.000 bis 80.000 Menschen ums Leben kamen. Insbesondere zwischen Oktober 1948 und März 1949, während der „Verwüstungsoperation“ der Militär- und Polizeieinheiten, wurden die meisten Menschen unter dem Namen „Kommunisten“ massakriert. Doch selbst in diesen barbarischen Jahren gab es Überlebende. Etwa 3.000 von ihnen wurden in Gefängnissen auf dem Festland in Busan, Masan, Daegu, Mapo und Incheon unter den Anklagepunkten der Verletzung des Nationalen Verteidigungsgesetzes (Artikel 32, Verrat; Artikel 33, Spionage) inhaftiert. Darüber hinaus wurden die meisten unmittelbar nach Ausbruch des Koreakriegs durch sofortige Hinrichtung getötet. Diejenigen, die das Gefängnis Mapo überlebten, nachdem die Volksarmee Seoul eingenommen hatte, sowie einige Überlebende aus den Gefängnissen Busan und Masan, die aufgrund des Stopps der Massaker überlebten, kehrten auf die Insel Jeju zurück. Ihre wiedergefundene Heimat! Und ihr Leben danach... Wir verfolgen das Leben von neun alten Menschen, die überlebt haben und bis heute diese albtraumhaften Jahre teilen. Durch ihre zehrenden Zeugnisse und ihr Leben wollen wir die schreckliche Realität des Massakers und der Menschenrechtsverletzungen auf Jeju vor 50 Jahren aufdecken. Auf dieser Grundlage fordern wir die Spaltungsregierung von Syngman Rhee und die Vereinigten Staaten für ihre kriminellen Handlungen zur Rechenschaft.