Ich verbrachte meine Kindheit in Gangneung, Gangwon-do, einer kleinen Stadt, in der der Schatten der Teilung den Alltag durchdrang. Nachdem ich in den 1990er Jahren einen Vorfall mit bewaffneten Infiltratoren miterlebte, lernte ich die Bedeutung von „Grenze“ am eigenen Leib kennen. Von diesem Tag an wurde Frieden für mich nicht zu einem bloßen Ideal, sondern zu einer „Frage des Überlebens“. Um die Antwort auf diese Frage zu finden, kehrte ich nach Gangwon zurück und begann, das Thema „Frieden“ zu studieren. Gemeinsam mit Professor Lee Dong-ki, einem Historiker und Friedensforscher, begab ich mich auf eine Friedensreise entlang der alten geteilten Grenzgebiete Deutschlands. Während ich die Grenzen Deutschlands und die Grenzen von Gangwon untersuche, beginne ich, die Identität der Region, in der ich aufgewachsen bin, und die „Grenzstadt“ als Schnittpunkt des Kalten Krieges und der Teilung zu verstehen. Wie können wir dies in einen „Zwischenraum“ verwandeln?