Als Koreaner japanischer Abstammung der dritten Generation, der in Korea lebt, baue ich in dem kleinen Garten vor meinem Haus japanisches Gemüse 'Shiso' an. Äußerlich ähnelt es dem koreanischen Perilla-Blatt, verströmt aber ein einzigartiges Aroma. Dies ähnelt meiner eigenen Situation, in der ich mich trotz meines koreanischen Namens und meiner koreanischen Staatsbürgerschaft in der koreanischen Gesellschaft ausgegrenzt fühle. Das Leben als Fremder ist vielleicht frei. Doch der Tod meiner Großmutter, die zur ersten Generation der Koreaner in Japan gehörte, wirft mir eine Frage auf. Setzt der Tod auch dem Leben als Fremder ein Ende? Wohin werden wir zurückkehren?