Was ist dieses unaufhörliche Geräusch, das immer wieder erklingt? Es klang wie das Brüllen des Windes, das Summen vorbeifahrender Autos oder die Meeresbrise, die durch die Straßen fegt. Es fühlte sich ungewohnt an. Die Lichter der Nacht, die hoch aufragenden und komplexen Gebäude, beleuchtet von glatten LED-Oberflächen, erwachen zum Leben und tanzen mit Gesichtern und Körpern. Seoul ist ein Wirbelwind – ein verschlingender Schlund, eine Kakophonie, ein schneller Strom von Bildern, der Ihre Sinne kämpfen lässt, um einen Fokus zu finden. Und so machte ich mich auf, diesen faszinierenden Klang zu verfolgen. Einer davon kommt vom Dach meines Hauses. Er entspringt dem Wind und evoziert den wiederholten Schlag einer Trommel. „Ich erinnere mich an die tanzenden Schritte“ beginnt hier. Durch eine geografische und zeitliche Reise, während die Kamera von einer Szene zur nächsten übergeht, begegnet der Film der Geschichte und den Traditionen Koreas. Dies ist eine Art Tagebuch – ein Versuch, das Wesen dieses Landes zu erfassen, in dem ich zehn Monate gelebt habe.