Geboren 1916 in der Ebene von Pyeongnam als Sohn eines wohlhabenden Bauern, zeigte Lee Jung Seob außergewöhnliches Talent für die Malerei, absolvierte die Osan-Schule und ging zum Studium nach Japan. Während seines Studiums an der Universität Tokio erhielt er den 'Sonnenpreis', der sein Genie anerkannte, heiratete dann seine jüngere Kommilitonin Nam Deok (Masako) und kehrte nach Hause zurück. Nach der Befreiung litt er unter der Unterdrückung durch die Kommunisten, und als der Krieg ausbrach, floh er mit der südkoreanischen Armee in den Süden, wo er zwischen Leben und Kunst qualvolle Leiden durchmachte. Im Jahr 1955, gegen Ende seines Lebens, zeigte er aufgrund künstlerischer Zweifel und menschlicher Frustration Anzeichen von Anorexie und Aphasie sowie Symptome einer psychischen Erkrankung, doch dies war weniger die Eigenart eines Künstlers als vielmehr die Geste eines reinen Menschen, der unter seiner Zeit litt.