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Kim Sir vom Annapurna (2021)

Der 74-jährige Koreaner Kim Gyu-hyun. In seiner Jugend reiste er um die Welt und lebte für seine eigene Zufriedenheit. Vor einigen Jahren beschloss er, dem letzten Wunsch seiner verstorbenen Frau folgend, den Rest seines Lebens für andere zu leben. Vor fünf Jahren fand er so den Weg nach Nepal, ins Land des Himalaya. In Nepal sind Kunstunterricht wie Malen und Musik nicht Teil des regulären Lehrplans. Hier unterrichtet Kim Gyu-hyun Kinder im Malen und war als Ehrendirektor einer nahegelegenen Schule tätig. Die Kinder und die Dorfbewohner nennen ihn 'Kim Sir'. Anfang 2020 reiste Kim Gyu-hyun zur Visumsverlängerung nach Südkorea ein, wurde aber durch COVID-19 ausgebremst. Erst zehn Monate später konnte er nach Nepal zurückkehren und die Kinder wiedersehen. Während seiner Abwesenheit nutzten die Kinder die von ihm gelehrten Malereien, um ihre Sehnsucht auszudrücken. Die Kinder leben in Verhältnissen, in denen sie ihre Träume nicht vollständig verwirklichen können. Angesichts der ausweglosen Armut und der herzzerreißenden Realität scheut Kim Sir keine Mühen, sie materiell und moralisch zu unterstützen. Darüber hinaus plante Kim Sir eine Ausstellung in Südkorea, damit die Kinder aus den abgelegenen Regionen Nepals eine breitere Welt kennenlernen und größere Träume entwickeln könnten. Aufgrund der Umstände wurde die Ausstellung jedoch durch eine Veranstaltung in Nepal ersetzt. Am Tag der Ausstellung kamen die Kinder mit ihren Eltern zum Ausstellungsort. Trotz der Armut und der Härte des Lebens sind die Eltern dankbar, dass Kim Sir ihnen neue Hoffnung geschenkt hat. Die Kinder, die vor fünf Jahren seine ersten Schüler waren, sind nun junge Erwachsene, die ihrem Lehrer Dankbarkeit zeigen. Kim Sir besucht ihre Häuser mit den gerahmten Bildern der Kinder. An den Wänden ihrer einfachen Lehmhütten hängen die farbenfrohen Zeichnungen der Kinder. Dort hängt auch die Hoffnung.