Am 28. April 1986 protestierten zwei 20-jährige Studenten, Kim Se-jin und Lee Jae-ho, zusammen mit über 400 Kommilitonen vor der Seoul National University am Sillim-Kreuzung in Seoul, Südkorea, gegen die Einberufung zum Militärdienst. Sie riefen Slogans wie „Gegen Krieg, gegen Atomwaffen, Yankee go home“, „Nord-Süd-Friedensabkommen“ und „Vertreibung des US-Imperialismus“, bevor sie sich selbst anzündeten. Dies war der erste Massenprotest mit anti-amerikanischen Parolen in Südkorea seit dem Koreakrieg 1950. Die südkoreanische Gesellschaft war tief erschüttert. Zwanzig Jahre sind vergangen. Die Welt hat sich verändert. Die Staatschefs von Nord und Süd treffen sich. Die Vereinigten Staaten diskutieren ein „Friedensabkommen“ mit Nordkorea. Unvorstellbare Dinge geschehen. Was machen die Freunde, die Zeugen des Todes der beiden waren, jetzt? Was erinnern sie und was haben sie vergessen? Haben sie sich so verändert, wie sich die Welt verändert hat? Die Personas der Anpassung! Die Gesichter der Nichtanpassung! „Geschichte fließt nicht, sie kommt auf uns zu.“ Über diese Wahrheit legen die Freunde und der Regisseur Zeugnis ab, wobei sie die Rollen von Interviewer und Interviewtem vertauschen.