Park Chan-kyongs Werk „Sindoan“ aus dem Jahr 2008, das er in über zwei Jahren durch Forschung, Untersuchung, Erkundung, Interviews und Dreharbeiten in der Nähe des Gyeryongsan fertigstellte, ist in sechs Kapitel gegliedert, die die Grenzen zwischen Religion und Schamanismus, Geschichte und Gegenwart, Dokumentation und Fiktion überschreiten. Es entfaltet die vielschichtigen Aspekte von „Sindoan“, das als neue Hauptstadt der Joseon-Dynastie vorhergesagt wurde, sich in der Kolonialzeit bis in die 1960er Jahre zu einem Sammelpunkt verschiedener neuer Religionen und schamanistischer Glaubensrichtungen entwickelte und nach umfassenden Säuberungsaktionen ab den 1960er Jahren bis zur Ansiedlung großer Militäranlagen vielfältige Veränderungen durchlief. Insbesondere durch die Verschmelzung von Pressefotos, Archivmaterial und objektiven Texten mit Interviewstimmen, verschiedenen Geräuschen wie Beschwörungen und gefühlvollen Liedern entsteht ein raffiniertes textbasiertes Video, das eine neue Utopie heraufbeschwört.